Was schimmert da am Horizont?

Wer bei einer Fahrt über den Heuchelhof zufällig oder vorsätzlich in den Orbis der Dr.-Johanna-Stahl-Straße gerät, fragt sich vermutlich hin und wieder, was dieses längliche Wellblechgebilde wohl beherbergen mag, das da so silbern am Horizont schimmert. Ist es ein verwaister Hangar, dessen Flugzeuge gerade auf Betriebsaufflug sind? Oder handelt es sich um ein modernes Verwaltungsgebäude der deutschen Dependance der nordamerikanischen Irokesen-Liga? Irokesen. Sie wissen schon. Jener Indianerstamm, der unfreiwillig Taufpate stand für die Lieblingsfrisur des Punks. Diese Irokesen nannten sich selbst Haudenosaunee, was zu Deutsch „Völker der Langhausbewohner“ bedeutet. Und obgleich sie auch Langhäuser mit Giebeldach bauten, waren bei ihnen ebenso Langhäuser mit Runddächern verbreitet. Was dachte sich wohl der Erbauer und Chef des Hauses? Dachte er an James F. Coopers Lederstrumpf und den letzten Mohikaner? Oder ließ er sich doch nur von einem Hangar inspirieren, um seine Mitarbeiter zu geistigen Höhenflügen anzuspornen? … Ready for take-off?

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