Beim Forward Viral Video Award werden Reklamevideos prämiert, die gar nicht nach Werbung aussehen. Manche wollen die Welt besser machen, eines wirbt auf reichlich eklige Art für Pralinen. Anno 1999 kursierte ein Werbespiel im Internet, das zum Inbegriff für “virales Marketing” wurde: das Moorhuhn. Millionenfach luden die Leute das Spiel herunter und vertrieben sich ihre Bürozeit damit. In puncto Reichweite und viraler Verbreitung war das alberne Game ein Erfolg epidemischer Dimension. Ob der Auftraggeber, ein namhafter Whisky-Hersteller, davon profitieren konnte, ist nicht überliefert.Seitdem werden immer wieder virale Videos als Werbeträger für Produkte eingesetzt. Wenn Qualität und Message stimmen, haben die Clips großen Erfolg und kursieren tausendfach durchs Netz. Dabei ist es unerheblich, ob sie eine politische, humanitäre oder kommerzielle Aussage verkünden.