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Klingt nach Zukunftsmusik

zukunftsmusikEine Milchglasscheibe mit einer handvoll bunter Klötzchen darauf, einer Videokamera und einem Projektor darunter sowie eine Steuerungssoftware – das ist alles, woraus das Musikinstrument von Morgen besteht. Zumindest behaupten das die Erfinder des Reactables, jenes besagten Musikinstruments, dem selbst musikalische Analphabeten sphärische Symphonien entlocken. Denn ihr Dirigent heißt Zufall. Je nach dem, wie sie die Klötzchen bewegen, erzeugt der magische Tisch die wundersamsten Klangeffekte. Und da das Prinzip dieser Technik lediglich die von einem Computer gelesene und ausgewertete Bewegung ist, und in Zeiten der Nanotechnologie Apparate fast beliebig verkleinert werden können, dürfte hypothetisch betrachtet bald jeder Gegenstand zu einem Reactable mutieren. Zum Beispiel Ihre Kleidung. Ich stelle mir das so vor:
Samstagabend. Giulia Huter vor ihrem Kleiderschrank. Sie greift hinein und wählt das Modell Re-Animato (wiederbelebend). Auf ihrem Fußweg zum Auto – das Kleid ist bereits eingeschaltet – erzeugen ihre gleichmäßigen Schritte einen Klang, den man als „ostinato“ (gleichförmig) bezeichnen könnte. Gleichzeitig formen sich auf der Oberfläche des Kleides bunte Kringel und Leuchtspuren. … Giulia als laufende Lichtreklame. … Während ihrer Fahrt zur Disco wechselt die Klangfarbe des Kleides über „accelerando“ (beschleunigend) zu „prestissimo“ (sehr schnell), um dann auf dem Parkplatz in ein „andantino“ (ein wenig langsamer) zu verfallen und schließlich in einem „calando“ (verklingend) auszuklingen. Giulia knipst Ihr Kleid auf Ohrhörer um und betritt die Diskothek. Proppenvoll wie immer (die Diskothek!). Doch ungewohnt leise. Denn es ertönt keine Musik. Trotzdem zappelt die Crowd dicht gedrängt. Jeder in einem anderen Rhythmus. Jeder nach einer anderen Musik. Nach seiner Musik, die er mit Hilfe seiner Kleidung selbst komponiert und über Ohrstöpsel ins Gehirn beamt. Nicht die Musik erzeugt den Tanz – wie früher, sondern der Tanz erzeugt die Musik. Besonders eindrucksvoll kann man das zu vorgerückter Stunde erleben. Da wird nämlich abgestöpselt, was heißt: alle müssen sich im Gleichklang nach einer eigens einstudierten Choreographie bewegen, damit alle „Soundklamotten“ dieselbe Melodie spielen. Faszinierend!
Am nächsten Morgen – oder besser: am nächsten Mittag – fragt Mama Huter: „Du, sag mal, was ist denn mit dir los? … Dein Pyjama, der klingt heute so …“
„Wie?“
„Na ja, so … so ‚meno mosso’ (wenig lebhaft), um nicht zu sagen ‚adagio’ (sehr langsam) …“
„Ach so, … na ja, … aber dafür war ich gestern Nacht ‚furioso con fuoco al fine’, wenn du verstehst, was ich meine …“
„Si“, sagt Mama Huter und lacht. Und die rhythmischen Bewegungen ihres Zwerchfells erzeugen in der Soundsoftware ihrer Kochschürze ein heiteres „Scherzando“.

Ja, so könnte er aussehen, der musikalische Alltag von Morgen. Im Grunde ähnlich bekloppt wie heute.

Und wie verändert der Reactable den Berufsalltag bei Gerryland, lieber Producer-Kollegen? Ich bitte um fachmännische Statements.

Übrigens - der Blockflöten-, Klavier- oder E-Gitarren-Unterricht von Morgen sieht ungefähr so aus:
Giulia zu Luca (der kl. Bruder): “Mensch, Luca, warum ziehst du denn so `ne Schnute?“
Luca: „Oooch, immer muss ich zum Sakko-Unterricht, dabei würde ich doch viel lieber Fußball-Trikot spielen lernen …“

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OH YEAH?!

oder besser oh je….


 

8 Milliarden US Dollar steckte Microsoft 2008 in Forschung und Entwicklung, daraus entspringt dann z.B. Songsmith und dessen meisterliche Vorstellung in obigem Video, welches neue Maßstäbe in absurder Entsetzlichkeit etabliert (sogar im Vergleich zu anderen MS-Videokunstwerken). Man beachte auch das “geschickt” beklebte Notebook.

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MacBook Wheel

Eine herrliche Parodie auf den “keep it simple”-Codex, den sich Apple auf die Fahnen geschrieben hat. Warum das Ding gestern wohl nicht auf der MacWorld vorgestellt wurde? ;)


Apple Introduces Revolutionary New Laptop With No Keyboard

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Na? Unser Rätsel schon gelöst?

Die weihnachtlichen Schlemmerorgien sind vorüber, der Silvesterkater wurde in Selters ertränkt und etliche Gerryblog-Leser können jetzt vermutlich einige Weihnachtslieder mehr singen als noch im letzten Jahr. 25 von ihnen dürfen schon mal einen Sekt kalt stellen. Denn sie haben den richtigen Lösungsspruch gefunden, der da lautet: „Na? Unser Rätsel schon gelöst?“
Ob Sie unter den 5 Teilnehmern sind, die den kaltgestellten Sekt auch öffnen dürfen, das erfahren Sie hier im Blog nach der Auslosung in den nächsten Tagen.

Bis dahin: Frohes Daumendrücken!

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Feuerwerk

Feuerwerk

Wussten Sie, dass der Februar ursprünglich der letzte Monat des Jahres war und folglich das Jahr mit dem 1. März begann? Dies ist auch der Grund, weshalb der Februar nur 28 bzw. 29 Tage zählt. Er bekam einfach die restlichen Tage, die von 365 bzw. 366 noch übrig waren. Dass das Jahr ursprünglich mit März anfing, lässt sich noch aus einigen Monatsnamen herauslesen. September: der Siebte. Oktober: der Achte. November: der Neunte. Dezember: der Zehnte. Doch im Jahre 153 v. Chr. verlegten die Römer den Jahresbeginn auf den 1. Januar. Somit war der 31. Dezember der letzte Tag des Jahres. Und da dieser Tag bei den Katholiken dem heiligen Silvester geweiht ist, nennen wir diesen Tag Silvester. Begänne das Jahr mit dem 1. März – so wie es vor 153 v. Chr. der Fall gewesen ist, dann würden wir statt Silvester am 28. Februar Silvana feiern. Denn dieser Tag ist der Märtyrerin Silvana geweiht. … Aber auch Roman, Sirin und Oswald. Unser Tipp: Feiern Sie doch am 28. Februar einfach mal `ne Oswald-Party!

Willkommen im neuen Jahr
Ihr Gerryland-Team

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