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Karl-Theodor im Glück

Wie gewonnen, so zerronnen

Wie gewonnen, so zerronnen

Im SPIEGEL Nr. 28 ist auf einem Bild der Seite 72 der Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zu sehen, während er Schulkindern ein Märchen vorliest. Eine Fußnote weist darauf hin, dass die Märchenstunde am 2. Juli im Max-Liebermann-Haus in Berlin stattfand und dass es sich bei dem Märchen um „Hans im Glück“ handelte.
Uff! … Hans im Glück. … Welch eine bedeutungsschwangere Lektüre angesichts der Wirtschaftskrise. Das riecht nach kindgerechter PR à la Gebrüder Grimm. Und wie passend aus dem Munde eines Wirtschaftsministers.
„Liebe Kinder, nehmt euch Hans zum Vorbild! Er hat sich durch ehrliche Arbeit einen Klumpen Gold erworben, jedoch peu à peu alles verloren, was er besaß. Aber! … er war trotzdem glücklich.“
Hätte Herr zu Guttenberg die Kinder nicht mit einem anderen Märchen „impfen“ können? Zum Beispiel „Ali Baba und die 40 Räuber“. Oder „Das Märchen vom Schlaraffenland“. Auch nicht schlecht: die Pechmarie von „Frau Holle“ in Erwartung des Goldregens. Und für Ungeduldige: „Tischlein deck dich und Goldesel, sonst Knüppel aus dem Sack“.

Tipp: Wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber demnächst “Hans im Glück” vorliest, sollten Sie Ihre Gehaltsabrechnung im Auge behalten.

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