Uff! … Hans im Glück. … Welch eine bedeutungsschwangere Lektüre angesichts der Wirtschaftskrise. Das riecht nach kindgerechter PR à la Gebrüder Grimm. Und wie passend aus dem Munde eines Wirtschaftsministers.
„Liebe Kinder, nehmt euch Hans zum Vorbild! Er hat sich durch ehrliche Arbeit einen Klumpen Gold erworben, jedoch peu à peu alles verloren, was er besaß. Aber! … er war trotzdem glücklich.“
Hätte Herr zu Guttenberg die Kinder nicht mit einem anderen Märchen „impfen“ können? Zum Beispiel „Ali Baba und die 40 Räuber“. Oder „Das Märchen vom Schlaraffenland“. Auch nicht schlecht: die Pechmarie von „Frau Holle“ in Erwartung des Goldregens. Und für Ungeduldige: „Tischlein deck dich und Goldesel, sonst Knüppel aus dem Sack“.
Tipp: Wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber demnächst “Hans im Glück” vorliest, sollten Sie Ihre Gehaltsabrechnung im Auge behalten.
