Weil Argentinier die Colamarke Pepsi falsch auszusprechen pflegten, nennt das Unternehmen sie zukünftig “Pecsi”. Da diese falsche Aussprache sich schon seit vielen Jahren so eingebürgert hat, hat sich das Unternehmen zu dieser Umbenennung entschlossen. Wie der Branchendienst Advertising Age berichtet, hat Pepsi nun eine landesweite Kampagne gestartet, in der das P in ein C getauscht wurde. Einer Umfrage zufolge hätten 25 Prozent der Argentinier “Pecsi” statt “Pepsi” gesagt.
Quelle: W&V
Quasselbrunn in den 50er Jahren. Auf dem Marktplatz: ein Dorfbrunnen, der blubbert. Daneben: eine Frau, die plappert. Es ist Frau Klatsch.
Frau Klatsch: „Ach, Frau Tratsch, schön, dass ich Sie treffe!“
Frau Tratsch: (keine Reaktion)
Na nu, ist der Ad-Server ausgefallen? Nein, daran kann es eigentlich nicht liegen. Frau Klatsch hat sich ja selbst rufen gehört. Aber vielleicht liegt’s ja am Account von Frau Tratsch. Eine Störung in der Leitung oder so. Einfach noch mal probieren.
Frau Klatsch: „Sagen Sie mal, Frau Tratsch, hat Ihre Tochter eigentlich schon entbunden?“
Das Gesicht von Frau Tratsch gefriert zu einer lautlosen Frage: „Wie bitte?“
Aha, das war eindeutig eine Ad-Impression. Eine sehr heftige sogar. Da wird bestimmt ein Ad-Click draus.
„Wi-wi-wieso verschwunden“, stammelt Frau Tratsch, „davon hat sie mir gar nichts erzählt, dass sie abhauen will und ich dachte …“
Click.
Ui, haarscharf daneben geklickt. Frau Klatsch versucht es mit einer Animation.
Frau Klatsch, mit der Hand vor Frau Tratschs Gesicht wedelnd: „Hallo, Frau Tratsch, aufwachen! Ich hab nicht gesagt verschwunden, sondern ent-bunden? Hat Ihre Tochter schon entbunden?“
„Ach, natürlich nicht“, winkt Frau Tratsch ab, sichtlich erleichtert, „sie ist doch gerade mal im fünften Monat.“
Click.
Frau Klatsch: „Ach so, na ja dann … Apropos im fünften Monat: der Kleine meiner Nichte ist erst fünf Monate alt und kann schon seinen Namen sagen.“
Frau Tratsch: „Mit fünf Monaten? Wie heißt er denn?“
Click.
Frau Klatsch: „Didi.“
Frau Tratsch: „Didi?“
Click.
Frau Klatsch: „Na ja, Dieter halt.“
Frau Tratsch: „Dieter? Heißt so nicht auch der Kleine von der Minderjährigen, die mit ihrem Onkel und ihrer Tante im Armenhaus wohnt?“
Click.
Frau Klatsch: „So ist es, Frau Tratsch. Und damit wären wir auch schon beim eigentlichen Thema …“
Frau Klatsch ist mit Clickrate und Clickstream zufrieden und präsentiert nun den heutigen Hauptcontent ihrer Quasselbrunn-Klatsch-Präsenz.
Frau Klatsch: „Das Kind – also der Dieter, nicht wahr – der soll gar nicht von einem GI sein, sondern vom – halt dich fest! – vom Onkel.“
Frau Tratsch: „Neeeeeiiiiin! Jetzt hör aber auf. Also wenn ich das heute Nachmittag meinen Gästen erzähle, denen bleibt meine gute Walnusstorte im Hals stecken …“
Click.
Zur Erklärung: Frau Tratsch hat zum Kaffeeklatsch in ihren Chatroom (Wohnzimmer) geladen und Frau Klatsch kann das vorauseilende und tausendfach widerhallende Echo ihrer Viral-Kampagne bereits hören. Ob sie das irgendwann folgende reale Echo auch verkraften kann, steht auf einem anderen Blatt. Pardon – auf einer anderen Side. Für heute kann Frau Klatsch jedenfalls zufrieden sein. Denn Frau Tratsch abonniert beim Abschied schnell noch den Quasselbrunn-Klatsch-Newsletter:
“Sie, Frau Klatsch, … also über den Dieter – Sie wissen schon, der im Armenhaus – über den müssen Sie mich unbedingt auf dem Laufenden halten.“
