Jeden Tag, jede Stunde werden in Hunderten von Unternehmen neue Marketingkonzeptionen und Layouts vorgestellt und mehr oder weniger fachmännisch beurteilt. Dieser Aufgabe stellen sich Marketing- oder Vertriebsleiter, Inhaber, Geschäftsführer, Vorstände, Produktmanager, Außendienstmitarbeiter, Sekretärinnen, Praktikanten und manchmal sogar Raumpflegerinnen. Oftmals wird sogar der klassische “Hausfrauen-Test” angewendet. Man erhofft sich von den beiden letztgenannten Gruppen eine möglichst freimütige und unverbrauchte Meinung.
Anders gesagt: Fragen Sie 10 Personen und Sie bekommen im schlimmsten Fall 10 Meinungen und das hilft Ihnen auch nicht weiter.

Der Hauptgrund in vielen Marketingabteilungen und Unternehmen ist aus meiner Sicht vermutlich eine anderer. Motivation, Identifikation und Akzeptanz durch Einbeziehung möglichst vieler Mitarbeiter und Kollegen. Oder ist es einfach die eigene Unsicherheit in der Entscheidungsfindung? Wenn die Kampagne dann nicht sofort einschlägt, den erhofften Mehrumsatz erzielt und weit hinter den Erwartungen bleibt – man hat ja mehrere Meinungen eingeholt und ist somit aus dem Schneider? Das kann es doch nicht sein. Grundsätzlich spricht nichts dagegen weitere Meinungen einzuholen. Aufpassen sollte man aber bei Beurteilungen wie: “gefällt mir nicht”, “finde ich schön” oder “nicht knackig genug” oder…oder…oder…

Bestehen Sie daher als Marketingleiter auf sachliche Werbewirkungsargumente. Auch emotionale Wirkungsfaktoren lassen sich rational begründen. Weiterhin sollte man als Marketingleiter darauf achten, dass jedem Beurteiler Aufgabenstellung und Zielsetzung bekannt sind.

In jedem Fall sollte aber auf den kleinen und feinen Unterschied zwischen “Beurteilung” und “Entscheidung” hingewiesen werden und entscheiden sollte am Ende der Marketingleiter. In diesem Sinne…;-)



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Wonderbrafacebook.

Witzige Umsetzung von Publicis, Paris.

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Ich will 0,0 Prozent!

 

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Ich will 0,0 Prozent! Unter diesem Motto wirbt Warsteiner aktuell für alkoholfreies Bier. Tolle Idee wie ich finde – Ob die Warsteiner-Plakate auch über Angela-Merkel-Konterfeis angebracht werden, konnte man bei Kolle Rebbe, die die Guerilla-Aktion in Hamburg initiierte nicht sagen. Mit der Aufhängung der Plakate wurde eine Media Agentur beauftragt. (gesehen auf w&v)


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Mir fehlen die Worte…

Folgende Mail erreichte mich am Wochenende. Ich muß ganz ehrlich sagen…ich bin emotional berührt und mir fehlen echt die Worte…

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Der Wear-out-Effekt.

In den letzten 10 Jahren wurden allein in Deutschland eine Vervierfachung der Fernsehwerbung und eine Verdoppelung der Werbung in den Printmedien festgestellt. Hinzugekommen sind die neuen Medien Internet und Handy, die zunehmend Aufmerksamkeit absorbieren. Konsumenten in Ballungszentren sind z.B. täglich 6.000 Werbekontakten ausgesetzt. Diese Entwicklung im Bereich der Marketingkommunikation hat deutliche Folgen im Hinblick auf die Wahrnehmung und auf die Response der werblichen Botschaften. Nur 2% der Informationen werden wahrgenommen. 98% werden ohne einen Kontakt mit der angestrebten Zielgruppe gesendet. Zudem führt das Überangebot an werblichen Reizen zu einer Veränderung des Nutzungsverhaltens. Der Konsument verweigert sich zunehmend seiner Rolle als reiner Empfänger von Werbung und übernimmt immer mehr die Rolle des Akteurs. Akzeptanz findet Werbung vor allem dann, wenn sie nicht stört, sondern Nutzen transportiert und einen Dialog ermöglicht. Möglichst soll Werbung den Verbraucher auch im richtigen Moment treffen.

Drei wesentliche Wirkungstendenzen auf die Werbeflut sind hierbei beim Konsumenten eingetreten: Reaktanz, Zapping und der Wear-out-Effekt. Zunehmende Abwehrhaltung, Umgehung von Werbung und die eintretende Ermüdung der Konsumenten. Diese gravierenden Erkenntnisse führen zu zahlreichen Fragestellungen rund um die Optimierung und Ausrichtung des Kommunikationsmix. Die Notwendigkeit, Kunden 1:1 anzusprechen, zu erreichen oder zu begeistern, direkt und interaktiv, ist erheblich gestiegen.

Sprechen Sie mit uns, wir beraten Sie gerne.


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Man spricht Denglisch.

Schwangershaft

Schwanger? shaft! Den Aufdruck habe ich eben auf meiner Zigarilloverpackung entdeckt. Das erinnert mich spontan an eine Rede von Jil Sander. Für diesen Text wurde die Hamburger Modeschöpferin vom Verein Deutsche Sprache eV als Sprachpanscher ausgewählt…

„Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, daß man contemporary sein muß, das future Denken haben muß. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, daß man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewußte Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladysches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muß Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils.

Korrekturlesen schadet manchmal auch nicht…;-))