Beurteilung von Werbung oder der Alltag eines Marketingentscheiders

Jeden Tag, jede Stunde werden in Hunderten von Unternehmen neue Marketingkonzeptionen und Layouts vorgestellt und mehr oder weniger fachmännisch beurteilt. Dieser Aufgabe stellen sich Marketing- oder Vertriebsleiter, Inhaber, Geschäftsführer, Vorstände, Produktmanager, Außendienstmitarbeiter, Sekretärinnen, Praktikanten und manchmal sogar Raumpflegerinnen. Oftmals wird sogar der klassische “Hausfrauen-Test” angewendet. Man erhofft sich von den beiden letztgenannten Gruppen eine möglichst freimütige und unverbrauchte Meinung.
Anders gesagt: Fragen Sie 10 Personen und Sie bekommen im schlimmsten Fall 10 Meinungen und das hilft Ihnen auch nicht weiter.

Der Hauptgrund in vielen Marketingabteilungen und Unternehmen ist aus meiner Sicht vermutlich eine anderer. Motivation, Identifikation und Akzeptanz durch Einbeziehung möglichst vieler Mitarbeiter und Kollegen. Oder ist es einfach die eigene Unsicherheit in der Entscheidungsfindung? Wenn die Kampagne dann nicht sofort einschlägt, den erhofften Mehrumsatz erzielt und weit hinter den Erwartungen bleibt - man hat ja mehrere Meinungen eingeholt und ist somit aus dem Schneider? Das kann es doch nicht sein. Grundsätzlich spricht nichts dagegen weitere Meinungen einzuholen. Aufpassen sollte man aber bei Beurteilungen wie: “gefällt mir nicht”, “finde ich schön” oder “nicht knackig genug” oder…oder…oder…

Bestehen Sie daher als Marketingleiter auf sachliche Werbewirkungsargumente. Auch emotionale Wirkungsfaktoren lassen sich rational begründen. Weiterhin sollte man als Marketingleiter darauf achten, dass jedem Beurteiler Aufgabenstellung und Zielsetzung bekannt sind.

In jedem Fall sollte aber auf den kleinen und feinen Unterschied zwischen “Beurteilung” und “Entscheidung” hingewiesen werden und entscheiden sollte am Ende der Marketingleiter. In diesem Sinne…;-)

Share/Save/Bookmark

Hinterlassen Sie einen Kommentar.