…so ähnlich lautet die inhaltliche Aussage eines Artikels in PSYCHOLOGIE HEUTE, Heft Januar 2010. In „Permanent online: Wie die neuen Medien das Leben verändern“ weist die Autorin auf Vor- und Nachteile exzessiver Mediennutzung hin. „Wir vernichten unsere kreativen Potentiale durch den Terror der Kommunikation“ zitiert sie Ernst Pöppel, Professor für Medizinische Psychologie an der Universität München. Ein echtes Multitasking könne es laut Pöppel aufgrund unserer Hirnorganisation nicht geben. Zudem sieht er die Gefahr des Verlustes empathischer Bezüge. Laut Götz Mundle, Psychotherapeut und Ärztlicher Geschäftsführer der Oberbergkliniken, entsteht seelische Gesundheit nicht durch das Immermehr, sondern durch das bewusste Immerweniger. Eine aktuelle Studie der University of London habe ergeben, dass Menschen, die zeitgleich Internet, SMS, Fernsehen, E-Mail und Telefon benutzen, deutlich an Leistungsfähigkeit einbüßen.
Na ja, … die digitalen Medien sind halt immer noch ein relativ neues Spielzeug. Damit fühlen sich Erwachsene wie Kinder an Heiligabend kurz nach der Bescherung. Sie wollen mit allen Geschenken gleichzeitig spielen, kriegen einen Adrenalinflash und ticken völlig aus. Aber – spätestens bis Fasching gibt sich das wieder.