Als ich kürzlich durch die nächtlichen verschlafenen Gassen eines Provinznestes flanierte und kleinststädtische Häuserfronten fast vergeblich um meine Aufmerksamkeit buhlten, da gewann das Rennen schließlich ein Anti-Kanditat aus dem alternativ-horizontalen Gewerbe. Aus der sterbenslangweiligen Häuserzeile jenseits der Straße drängte sich ein Objekt hervor, das an Tristesse kaum zu überbieten war: Das Schaufenster eines Bestattungsinstituts, dessen Deko – inklusive Gardinen – seit 50 Jahren nicht mehr gewechselt worden zu sein schien. Das Ganze wirkte wie eine Bild gewordene Symphonie der Verwesung. Selbst die Hauswand hüllte sich in einen zarten Trauerflor.
Wer mag bei einem solchen Anblick ans Sterben denken? Vergeht einem da nicht jeder Suicidgedanke?
Ich finde: mit einem todschicken Corporate Design, sähe auch Gevatter Tod etwas freundlicher aus.
Das Mädel hat tausende Facebook-Follower.
Die Beschleunigung eines Mercedes-Benz C 63 AMG können Sie jetzt auch im Flugzeug nachempfinden;-) Voraussetzung: Sie buchen einen Flug bei den Emirates.
Wussten Sie, dass unser Firmenname auch der Name eines der herrlichsten Wälder Irlands ist? Wir wussten es nicht, daher vielen Dank für die aufmerksame Mail von Wolfram K. und die Bilder zur besseren Ortsbestimmung. Übrigens: Einer der bedeutendsten englischsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, William Butler Yeats, war in dieser Region des öfteren fabulierend unterwegs gewesen. Wer mehr über W. B.Y. erfahren möchte einfach auf folgenden Link klicken (Quelle Wikipedia): http://de.wikipedia.org/wiki/William_Butler_Yeats
Gestern Abend bei IKEA. In der Möbelausstellung erklingt ein Werbespot, der mich freundlich darauf hinweist, dass das Bezahlen an der Expresskasse viel, viel schneller geht. Weshalb also Zeit verlieren?
Einige Minuten später: Von ca. 20 Kassen sind vier geöffnet. Drei „langsame“ Kassen und eine sog. „Expresskasse“. An allen vier Kassen Schlangen, die einem jegliche Illusion rauben, dass man heute noch einmal einen Biergarten von innen sieht.
Ich versuche abzuschätzen, wo es am schnellsten geht, kann aber nirgends eine Vorwärtsbewegung erkennen. Auch nicht an der Expresskasse. Also reihe ich mich in die Schlange ein, die mir am kürzesten erscheint. In einer viertel Stunde schaffe ich gerade mal drei Meter.
Fünf Minuten später. Die Leute wirken angespannt und halten Ausschau nach einem gelb gekleideten Menschen, der sich vielleicht erbarmt und eine weitere Kasse öffnet. Doch da kommt niemand. Ich schau mich ebenfalls um. In den anderen Warteschlangen sieht’s nicht besser aus. Wenn’s im Tegut Schlangen gibt, dann ruft immer eine freundliche Stimme: „Frau Soundso, bitte Kasse besetzen!“ Hier bei IKEA tut das niemand. Ich überlege, ob ich meine Einkäufe einfach stehen lassen und gehen soll. Andererseits wäre es auch schön, sie einem IKEA-Mitarbeiter einfach an den Kopf zu werfen. Doch außer dem Jüngling an der Kasse ist da niemand.
Endlich hab ich’s geschafft. Nach 35 Minuten. Draußen verabschiedet sich gerade die Sonne von mir. Und ich mich von IKEA. Vielleicht für immer.




