Ein paar Schlagworte aus dem Artikel JAHR DER ENTTÄUSCHUNG im aktuellen SPIEGEL Nr. 34:
Konsumenten schränken sich ein. Um Sprit zu sparen, kaufen sie lieber online bei Amazon oder Quelle und fahren statt zu großen Einkaufszentren auf der grünen Wiese zum nächsten Supermarkt.
Statt Butter wird eher Margarine verzehrt. Statt zu Bio greifen Kunden wieder vermehrt zu konventionellen Lebensmitteln. Statt Markenartikel kaufen sie preiswertere Handelsmarken.
Metro-Konzern schließt 17 seiner 125 Adler-Bekleidungsmärkte.
Laut Marktforschung der Frankfurter HML Modemarketing geben die Deutschen für Kleidung heute ca. ein Viertel weniger aus als vor 15 Jahren. Wobei Frauen ihren Kleiderkonsum noch stärker drosseln als Männer. (Anm.: Ob man dieses Ergebnis glauben kann? Das widerspricht doch jeder Männererfahrung und jedem Klischee? Da steckt vermutlich höhere Psychologie dahinter.)
Nur die Tierliebe der Deutschen scheint ungebremst. Die Tiermarktkette Fressnapf steigerte ihren Umsatz im ersten Halbjahr dank zahlreicher Neueröffnungen um 17 Prozent.
Von der Krise besonders betroffen sind Warenhäuser. “Alles unter einem Dach” hat offenbar ausgedient. Ihr Konzept - mittelmäßiges Angebot zu mittelmäßigen Preisen - läuft dem derzeitigen Trend entgegen. Dieser Trend, der sich immer stärker abzeichnet und durch alle Branchen und Vertriebsformen zieht, lautet: Entweder Luxusgüter oder echte Schnäppchen. In der Mitte, so Otto-Chef Schrader, läge der Tod für den Handel.